Kontext
Intelligentes Sales-Enablement für die Elektronik-Industrie
In der Elektronik-Distribution hängen Verkaufsentscheidungen oft von dem individuellen Fachwissen einzelner Mitarbeiter ab. Dieses Wissen ist nicht digitalisiert und somit für andere Vertriebsmitarbeiter nicht verfügbar, was die Skalierung des Vertriebs erschwert. FASTND wurde entwickelt, um diese Datenlücken zu schließen und Sales-Teams proaktiv bei der Produktauswahl zu unterstützen.
Studio Vitiello begleitete den Gründer in der Pre-Seed-Phase, um aus der komplexen fachlichen Logik ein bedienbares Produkt-Interface zu entwickeln.
Discovery
Gemeinsames Produktverständnis und Alignment der Stake Holder
Exzellente UX beginnt mit Klarheit. Wir haben das theoretische Konzept von FASTND in seine Einzelteile zerlegt und gemeinsam mit dem Kunden ein Glossar definiert. Dieser Schritt ist entscheidend, um die „Verwässerung“ von Definitionen zu vermeiden – also das Risiko, dass Stakeholder im Projektverlauf unterschiedliche Vorstellungen von denselben Features entwickeln. Durch dieses frühe Alignment stellten wir sicher, dass die Produktlogik bis zum letzten Klick stabil und nachvollziehbar blieb.
Aufbauend auf der semantischen Klarheit des Glossars haben wir die Value Proposition geschärft: Welchen echten Mehrwert bietet FASTND im hektischen Vertriebsalltag? Statt uns in technischen Features zu verlieren, haben wir den Fokus radikal auf den Nutzen für den Endanwender gelegt.
Um sicherzustellen, dass das Tool in der Praxis besteht, haben wir die verschiedenen Personas – vom Inside Sales bis zum technischen Berater – präzise definiert. Durch das Identifizieren ihrer spezifischen Schmerzpunkte konnten wir gezielte Lösungen entwickeln, die weit über ein rein funktionales Briefing hinausgehen. Wir haben die gesamte Produktlogik gechallenged, um komplexe Use Cases so weit zu vereinfachen, dass sie intuitiv bedienbar bleiben.
Unser Ansatz
Einheitliches Bedienkonzept statt Informations-Silos
Das ursprüngliche Konzept von FASTND war in war in klar voneinander getrennte Anwendungsbereiche unterteil. Jeder Bereich war deutlich abgegrenzt und stellte verschiedene Funktionen und Ziele des Tools dar. Während diese Trennung theoretisch logisch erschien, stellte sie in der Praxis eine Barriere für eine flüssige Bedienung dar.
Statt diesen Ansatz blind in ein UI-Design zu übersetzen, haben wir jede Sektion konsequent auf die zugrunde liegende Nutzer-Intention hinterfragt: Wann wird diese Maske aufgerufen? Welche Absicht wird verfolgt? Welche Informationen müssen sichtbar sein? Aus welchem Kontext kommt der Nutzer?
Unsere Analyse ergab ein zentrales Muster: Vertriebsmitarbeiter müssen zu verschiedenen Zeitpunkten im Workflow immer wieder auf dieselben Recherche-Werkzeuge zugreifen können. Wären diese Funktionen in abgeschlossenen Modulen versteckt, ginge bei jedem Wechsel der wertvolle Kontext der aktuellen Aufgabe verloren.
Das Resultat ist ein hybrides Bedienkonzept: Kontextspezifische Oberflächen für komplexe Aufgaben (wie Projekt- oder Produktsammlungen) werden mit übergreifenden System-Tools kombiniert. Der Nutzer wird nicht mehr durch die Struktur des Tools in einen bestimmten Workflow hineingezwungen, sondern durch fließende User Flows in seinem individuellen Arbeitsprozess unterstützt.
Highlights
Drei Säulen für ein marktreifes Produkt
Um aus der Vision ein überzeugendes Sales-Tool zu formen, haben wir gezielte Akzente in den Bereichen User Experience, technische Validierung und strategische Skalierbarkeit gesetzt. Diese Highlights demonstrieren, wie wir Ideen unserer Kunden in messbare Produktvorteile übersetzen:
Ergebnis
Vom Konzept zum marktfähigen Sales-Produkt
Das Projekt hat die ursprünglichen Anforderungen voll erfüllt und bietet FASTND nun weit mehr als nur ein Anschauungsobjekt. Aus theoretischen Diagrammen wurde ein greifbares Werkzeug, das die strategische Richtung des Unternehmens geschärft hat und nun als direkte Vorlage für die Umsetzung dient.
























